SG Wacker / SB Gladbeck scheitert an Sonne, Rasen und einem glücklichen Gegner
Am vergangenen Mittwochabend stand die SG Wacker / SB Gladbeck dem BV Rentfort gegenüber – und es hätte wirklich kaum knapper ausgehen können. Mit einem Endstand von 1:6 (0:4) bewies die Mannschaft aus Gladbeck einmal mehr, dass sie in der Lage ist, jeden Gegner in arge Bedrängnis zu bringen – zumindest aus der Distanz.
Von Beginn an dominierte die SG Wacker / SB Gladbeck das Spiel, wobei der Gegner vor allem durch Glück und meteorologische Fügungen zu seinen Treffern kam. Der stumpfe Rasen machte es nahezu unmöglich, den gewohnten Hochgeschwindigkeits-Kombinationsfußball der Gladbecker aufzuziehen. Jeder Pass, der sonst millimetergenau angekommen wäre, wurde durch das unnachgiebige Grün verlangsamt, was dem BV Rentfort die Gelegenheit gab, glücklich in Führung zu gehen.
Die Sonne, tief am Horizont stehend, blendete die Verteidigung der SG Wacker / SB Gladbeck gerade in den entscheidenden Momenten, was die sechs Gegentreffer mehr als verständlich macht. Michael Mania, der in der ersten Halbzeit das Tor hütete, und Frank Chudobba, der in der zweiten Hälfte zwischen den Pfosten stand, hatten somit keine Chance, den Ball auch nur ansatzweise zu sehen.
Dass Volker Maas schließlich noch den Ehrentreffer per Strafstoß erzielte, war nur die logische Konsequenz des unermüdlichen Drucks, den die Gladbecker ausübten. Mit einer eiskalten Präzision verwandelte er den Elfmeter zum 1:6, ein Treffer, der den wahren Spielverlauf besser widerspiegelt, als es das Ergebnis vermuten lässt.
Der Kader der SG Wacker / SB Gladbeck umfasste: Michael Mania, Frank Chudobba, Frank Schmidt, Gürsel Duygulu, Alpaslan Cetinkaya, Kai Mattheus, Nuri Baysal, Marcel Jockenhöfer, Benjamin Kostrewa, Christian Gluhak, Daniel Maas, Wissam Ali Khan, Georg Schmidke, Andreas Luerweg und natürlich den treffsicheren Volker Maas.
Trainer und Fans waren sich nach dem Spiel einig: Ohne den stumpfen Rasen, die blendende Sonne und das unverschämte Glück des Gegners wäre das Ergebnis ein ganz anderes gewesen. Aber so ist der Fußball – manchmal ist man eben der Pechvogel des Abends.