Interview mit Schatzmeister Sebastian Schwarz - Wacker Gladbeck

Interview mit Schatzmeister Sebastian Schwarz

Interview
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Wir stellen uns vor - Die Interviewreihe

Heute stellen wir euch unseren Schatzmeister Sebastian Schwarz im Interview vor.

Wacker Gladbeck: Hallo Sebastian, leider haben wir uns durch die aktuelle Situation mit Corona längere Zeit nicht mehr am Platz gesehen. Wie geht es dir und deiner Familie?

Sebastian Schwarz:
Vielen Dank. Glücklicherweise ist in meinem näheren Umfeld noch niemand an COVID-19 erkrankt. Aber das Virus und die möglichen Folgen einer Erkrankung beschäftigen mich natürlich auch.

Wacker Gladbeck: Erzähle etwas von dir: Hast du neben dem Fußball noch andere Hobbys? Wie bist du nach Wacker Gladbeck gekommen?

Sebastian: Neben meinem Beruf und der ehrenamtlichen Vorstandsarbeit bei Wacker Gladbeck bleibt nicht mehr so viel Zeit für weitere Hobbys.
 Ich bin seit 1987 bei Wacker Gladbeck. Damals kamen Vertreter aus der Jugendabteilung in unseren Kindergarten und haben sofort das Interesse am Fußball in mir geweckt. Seitdem lässt mich der Verein nicht mehr los. Ich habe alle Jugendmannschaften bei Wacker Gladbeck durchlaufen und später, als Seniorenspieler, auch selber die G- bzw. F-Jugendlichen trainiert. Anschließend war ich noch als Torwarttrainer und Trainer der 2. Mannschaft im Seniorenbereich tätig. Auch als ich Anfang 2015 für ca. 2 ½ Jahre berufsbedingt ins Ausland gezogen bin, habe ich die Entwicklung des Vereins interessiert weiterverfolgt. Nach meiner Rückkehr wurde ich dann im Jahre 2018 zum Schatzmeister gewählt.

Wacker Gladbeck: Du bist nun schon seit zwei Jahren im Vorstand unseres Vereins aktiv. Wie sieht die Arbeit in deiner Funktion aus?

Sebastian: In meiner Funktion als Schatzmeister bin ich für die finanziellen Angelegenheiten im Verein zuständig. Nur mit einer gesunden finanziellen Basis kann sich unser Verein nachhaltig weiterentwickeln. 
Zu meinen Aufgaben zählen z. B. die Führung des Kassenbuches und die Ausführung von Überweisungen. Meine monatlichen Abrechnungen werden dabei natürlich regelmäßig von unseren beiden Kassenprüfern kontrolliert. Zudem muss ich mir einen Überblick über alle aktuellen Zahlungseingänge und –ausgänge verschaffen und auch immer zukünftig anfallende Kosten im Blick haben. Nur so kann ich dem Vorstand ein Budget präsentieren und wir können gemeinsam über die Verwendung des zur Verfügung stehenden Geldes entscheiden. 
Hinzu kommen auch noch ein paar allgemeine Aufgaben, die wir im (Jugend-)Vorstand gemeinsam erledigen, wie z. B. die Organisation und Durchführung von Turnieren. Hier packen dann alle mit an.
 Auch wenn es manchmal sehr stressig und nervenaufreibend ist, finde ich die Vorstandsarbeit sehr spannend und interessant. Denn nur so kann man die Zukunft des Vereins aktiv mitgestalten.

Wacker Gladbeck: Wie zufrieden bist du mit der aktuellen Situation im Verein? Und was gilt es zu verbessern?

Sebastian: Grundsätzlich bin ich mit der Entwicklung der letzten Jahre sehr zufrieden. Ich habe das Gefühl, dass gerade die Zusammenarbeit bei uns im Vorstand immer strukturierter abläuft. Und das wirkt sich auch positiv auf andere Bereiche aus. Natürlich gibt es auch bei uns immer etwas zu verbessern, aber die Basis für eine gute Zukunft sollte gelegt sein.

Wacker Gladbeck: Gibt es eine generelle Entwicklung, die du gezielt loben würdest?

Sebastian: Insbesondere die Entwicklung der Jugendabteilung gefällt mir sehr. Was dort in den letzten Jahren gewachsen ist und mit wieviel Engagement unser Jugendvorstand und auch viele Eltern dabei sein, ist sehr beeindruckend.

Wacker Gladbeck: Was wünscht du dir für die Zukunft vom gesamten Verein?

Sebastian: Wenn ich mir etwas für den Verein wünschen dürfte, wäre es ein Kunstrasenplatz. Leider wird es immer schwieriger, bei den ganzen Kunstrasenplätzen in der Nachbarschaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Umso mehr freut es mich speziell für die Jugendabteilung, wie viele Kinder sich trotzdem für unseren Verein entscheiden, da sie die familiäre, herzliche und offene Art zu schätzen wissen.

Wacker Gladbeck: Wo siehst du Wacker Gladbeck in der näheren Zukunft?

Sebastian: Große Sprünge sind für unseren Verein mit all seinen Gegebenheiten aktuell sicher nicht möglich. Wir verfolgen aber einen klaren Plan und möchten den Verein auch für die Zukunft bestmöglich aufstellen. Dazu müssen wir alle weiter hart arbeiten und in kleinen Schritten den eingeschlagenen Weg weitergehen.

Wacker Gladbeck: Wie zufrieden bist du mit dem Verlauf der aktuellen Saison bei den Senioren, welche wahrscheinlich demnächst offiziell abgebrochen wird?

Sebastian: Die Entwicklung der Seniorenmannschaften hat in dieser Saison sicherlich nicht unseren Erwartungen entsprochen. Aber ich möchte jetzt auch gar nicht zurückblicken, sondern viel lieber nach vorne schauen.

Wacker Gladbeck: Wo siehst du die Seniorenabteilung in der näheren Zukunft?

Sebastian: Für die Seniorenabteilung planen wir einen kompletten Neuaufbau. Wir führen derzeit einige Gespräche und sobald etwas feststeht, werden wir es veröffentlichen.

Wacker Gladbeck: Im aktuellen Jahr 2020 feiert Wacker Gladbeck sein 100-jähriges Vereinsjubiläum, wobei zahlreiche Veranstaltungen stattfinden sollten, welche nun leider durch die aktuelle Situation abgesagt werden mussten. Werden diese nachgeholt? Gibt es hierzu schon Informationen?

Sebastian: Wir sind alle sehr traurig, dass die vielen schönen Aktivitäten und Feierlichkeiten rund um unser Jubiläum nicht stattfinden konnten. Aber wir werden es im nächsten Jahr nachholen. Die Jubiläumsveranstaltung ist bereits für den 10.04.2021 in der Stadthalle terminiert. Alle weiteren Aktivitäten, die wir absagen mussten, versuchen wir derzeit auch um dieses Datum zu platzieren. Sobald der Terminplan für alle Feierlichkeiten feststeht, werden wir es veröffentlichen.

Wacker Gladbeck: Nun kommen wir zur letzten Fragen unseres Interviews: An welches Ereignis mit Wacker Gladbeck denkst du momentan sehr gerne zurück? 

Sebastian: In mittlerweile 33 Jahren Wacker Gladbeck kommen einige schöne Erinnerungen zusammen. Ob als Jugend- oder Seniorenspieler, Jugend- oder Seniorentrainer oder nun als Vorstandsmitglied: Jede Etappe hat seine eigenen tollen Geschichten, an die ich gerne zurückdenke. Aber am schönsten sind die vielen Freundschaften, die durch den Verein im Laufe der Jahre entstanden sind.

Wacker Gladbeck: Vielen Dank für das Gespräch und vielen Dank für dein jahrelanges Engagement bei Wacker Gladbeck. Möchtest du zum Abschluss noch etwas loswerden?

Sebastian: Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die sich in irgendeiner Art und Weise für den Verein engagieren! Ohne euch können Vereine wie Wacker Gladbeck nicht existieren. Aber auch in Zukunft brauchen wir helfende Hände, um die Vereinsarbeit zu bewältigen.
 Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen auf unserem Sportplatz und hoffe, dass alle gesund bleiben!